MAN KANN NICHT ALLEN HELFEN“; SAGT DER ENGHERZIGE UND HILFT KEINEM“
Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftstellerin, 1830-1916
Die Adoption ist für einen Hundefindling, der ins Tierheim gelangt ist, der logischste und beste Schlußpunkt. Nachdem er dort gefüttert und kuriert und ohne Erfolg sein Besitzer gesucht worden ist, besteht die erstrebenswerteste Lösung darin, ihm eine neue, gute Menschenfamilie zu verschaffen, die ihm für immer ein Heim und viel Zuwendung schenkt, um ihn die traurige Erfahrung vergessen zu lassen, daß er damals von seinem Ex-Herrn ausgesetzt, abgeschoben worden war.
Da in Italien seit 1991 das Gesetz 281 die Tötung herrenloser Hunde untersagt, füllen sich die Tierheime im Übermaß. Angriffe der Hunde aufeinander, weil sie zu dicht gedrängt untergebracht sind, die meist fehlende tiermedizinische Betreuung, fehlende Lebensräume, mangelnde emotionale Beziehung zum Menschen, Nahrung nur für die dominanten Tiere, Haltungsbedingungen, die den Hunden keinen genügenden Witterungsschutz bieten – all das ist traurige, tägliche Wirklichkeit.
Tausende von Hunden leben in so etwas wie Konzentrationslagern ein unvorstellbares
Dasein und haben kaum Aussicht, durch Adoption davon erlöst zu werden.
Das Angebot von Adoptionstellen ist erheblich geringer
als die Zahl der bedürftigen Tiere. „Niemand wird mich wollen“ war der Titel eines
Gedichtes unserer Präsidentin Alba Meyer, das weiter sagt:“….niemand wird mich unter
tausend Hunden in diesem enormen Tierheim auswählen –
mittleres Alter, mittlere Größe, unbestimmte Rassezugehörigkeit werde ich hier den Rest
meiner Tage ohne eine zärtliche Berührung verbringen…“
Vor allem um diesen Hunden zu helfen, haben wir uns mit
anderen Möglichkeiten auseinandergesetzt.
Zunächst besuchten,
bewerteten, kontrollierten wir, und dann haben wir beschlossen,
daß die Internationale Adoption für viele
Hunde in unseren Tierheimen tatsächlich eine großartige Chance darstellt.
Deshalb haben wir die Zusammenarbeit mit einigen deutschen Vereinen aufgenommen,
die international anerkannt sind und maximale Garantien bieten.
Hundepfoten
in Not: Ansprechpartnerin: Dr Gabi
Kunowski Der Verein Hundpfoten in Not
e.V. ist ein langjähriger Partnerverein, mit dessen Hilfe viele unserer
Schützlinge ein Zuhause gefunden haben. Der Verein verfügt über private
Pflegestellen, in denen die Hunde ein vorläufiges Zuhause erhalten. Die Hunde
werden dort auf ein Leben in Haus und Familie vorbereitet und, wenn notwendig,
auch tierärztlich versorgt. Es sind im Besonderen die
Ex-Jagdhunde wie z.B. Setter und Pointer, die über diesen Verein ein Zuhause
gefunden haben und finden.
Tierschutzengel
Assisi: Ansprechpartnerin Kerstin Haas. Eine junge, dynamische Vereinigung von Hundeliebhabern, die den Allerunglücklichsten helfen möchte.
Die Hunde leben bis zur Adoption ausschließlich in Pflegefamilien.
Segugio in Not: eine Initiative von Assisi Tierschutzengel
Wyhl e.V damit die italienische Rasse in Deutschland
besser bekannt wird und so mit auch viele Segugios in Not ein Zuhause als
Sofa-Hunde finden können.
adopTiere e.V.: Ansprechpartnerin Barbara Meier. Nach einigen Jahren, in denen
einige engagierte Tierschützer als Privatpersonen in einem Tierheim in den
Abruzzen geholfen hatten, haben sie sich im September 2006 entschlossen, ihre
Arbeit auf eine breitere Basis zu stellen, um besser und effektiver helfen zu
können. Heraus kam dabei der Verein adopTiere e.V.. Beim Surfen im Internet auf
der Suche nach einem Verein in Norditalien, ist Barbara dann auf uns gestossen.
Einige der adopTiere-Mitarbeiter sind alte Bekannte von uns. Jetzt freuen wir
uns auf die 'neue' Zusammenarbeit!
Tierhilfe Idensen e.V.: Ansprechpartner ist
Michaela Wolf, zugleich 1. Vorsitzende des Vereins. Michaela & Andreas Wolf
waren bis Anfang 2007 u.a. in der Toskana aktiv, seit August 2007 unterstützen
wir nun DLZ. Im März 2008 gründeten wir unseren kleinen Verein, der es sich zur
Aufgabe gemacht hat, Hunden und Katzen aus Deutschland und dem Rest Europas ein
gutes und endgültiges zu Hause zu suchen, sowie unsere Partner im In- und
Ausland mit Sachspenden zu unterstützen. Weiterhin wollen wir Aufklärung
betreiben über artgerechte Tierhaltung und andere motivieren, sich zum Schutz
der Tiere in Europa zu engagieren.
Dobermannnothilfe:
Ansprechpartnerin Simone Hammer-Lippert. Ein Team von Experten und Liebhabern, die sich zum Ziel gemacht haben, Dobermännern und ihren Mischlingen in Not zu helfen. Der Verein verfügt über Pflegestellen, ggf.
auch Pensionen und die Mitarbeit von Verhaltenstherapeuten.
Boxernothilfe:
Ansprechpartnerin Vera Dengel. Liebhaber dieser Rasse haben sich zusammengeschlossen um Boxern und ihren Mischlingen in Not zu helfen.
Auch hier sind Pflegestellen verfügbar.
Die Vereine jenseits der Alpen haben weiterreichende Eingriffsmöglichkeiten
als wir, da etwa in Deutschland die Sterilisation seit Jahrzehnten weit verbreitet ist,
wodurch das Streunerproblem kaum existiert. Außerdem ist die kulturelle Mensch-Tier Beziehung
sehr viel weiter entwickelt, und daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.
Dank der
Zusammenarbeit mit o.g. Organisationen konnten 2004 98 Hunde, 2005 sogar 150 Hunde
zwecks endgültiger Adoption nach Deutschland ausreisen.
Hunde, wohlgemerkt, die aus den denkbar schlechtesten Tierheimbedingungen kamen.
Hunde, von denen wir heute Fotos, Neuigkeiten und Adoptionsunterlagen
(mit Kopie für die hiesige Gesundheitsbehörde) erhalten und deren Verbleib jederzeit kontrollierbar ist.
Hunde, die heute glücklich sind, auch wenn sie statt Fido
oder Pluto eben Wolf oder Schatzi gerufen werden!
Internazionale Adoptionen werden nicht
das Streunerproblem in Italien lösen, aber immerhin garantieren sie einigen,
leider viel zu wenigen privilegierten Hunden eine glückliche und gewisse Zukunft!
Bedauerlicherweise gibt es in Italien sehr viel Falschinformationen zu diesem Thema,
weshalb viele Menschen dieser Möglichkeit mißtrauen.
In Wahrheit aber handelt es sich hierbei um eine wertvolle europäische Zusammenarbeit,
von der einzig unsere vierbeinigen Freunde profitieren.
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